Anna Leonowens, die Witwe eines englischen Offiziers, kommt 1860 als Lehrerin an den Hof des Königs von Siam.
Um das schlechte Image der Siamesen ein wenig aufzumöbeln, soll sie Seiner Hoheit, dessen 67 Kindern und zahllosen Haupt- und Nebenfrauen die Grundlagen der westlichen Zivilisation beibringen. Schnell stellt die resolute Engländerin, gesegnet mit allen Tugenden und Spleens des glorreichen Empire, den Palast gründlich auf den Kopf und scheut sich auch nicht, dem autoritären König, Paroli zu bieten.
Als der König von der bevorstehenden Ankunft eines britischen Diplomaten hört, droht der Ernstfall: Damit beim Staatsbankett auch ja niemand aus der Rolle fällt, lässt Anna den Hofstaat kurzerhand nachsitzen, impft den Frauen westliches Benehmen ein und vermittelt den Siamesen en passant auch gleich noch die Vorzüge der konstitutionellen Monarchie, der christlichen Monogamie und der Abschaffung der Sklaverei.
Unnachahmlich komisch und berührend zugleich prallen in dieser Liebesgeschichte zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander. Zwei Menschen, geprägt von ihrer Erziehung und ihrem Starrsinn, ringen um gegenseitigen Respekt, kommen sich dabei immer näher, ohne letztendlich tatsächlich über ihren Schatten springen zu können.